Die Limburger Stadtlinie nimmt ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember mehrere zuvor gestrichene Haltestellen wieder in Betrieb. Die Maßnahme folgt auf Beschwerden nach der Ausweitung des Bediengebiets zum 1. Juli und betrifft vor allem Verbindungen, bei denen Fahrgäste Probleme mit der Mitnahme und der Anerkennung von Zeitkarten meldeten.
Rückkehr von Haltestellen und Umlegung von Linien
Ab Mitte Dezember werden die Haltestellen Grenzweg sowie Auf der Unterheide Moselstraße wieder von der Stadtlinie angefahren. Ebenfalls zurück im Netz ist die Haltestelle Im Ansper Schule. Diese Fahrten übernimmt künftig die Linie 24 mit Ziel Ahlbach. Im Gegenzug entfallen auf der Linie 24 die bisherigen Anfahrten der Haltestellen Hannelore Hingott Straße Nord, Campus und Auf der Heide. Die Haltestelle Hannelore Hingott Straße Süd verbleibt in der Schleife der Linie 24.
Mit der Wiedereinbindung von Im Ansper Schule entfällt die Haltestelle Dietkircher Weg Schule. Die Linie fährt über die Weilburger Straße in die Innenstadt.
Fahrwegänderungen, Taktung und Sonntagsangebot
Weitere Anpassungen betreffen die Fahrten zwischen Innenstadt und Blumenrod. Die Linie 20 wird künftig über die Blumenröder Straße geführt und nimmt wieder die Haltestelle Egenolfstraße Uhlandstraße auf, die zuvor weggefallen war. Die Linie 3 bleibt Zielorte in Blumenrod erhalten, bedient diese aber über die Gartenstraße. Durch die Umleitung der Linie 20 soll die Belastung in der Gartenstraße verringert werden.
Die Andienung von Staffel erfolgt künftig über die Ste. Foy Straße und das Lahneinkaufszentrum. Die Linienführung über die Ste. Foy Straße wird über die Schiede in Richtung ZOB geführt. Die bisherige Schleife über die Dr. Wolff Straße und die Grabenstraße entfällt. Das Krankenhaus wird künftig früher von der Stadtlinie erreicht, um Beschäftigten der Frühschicht die Nutzung zu erleichtern.
Die Linie 5 bleibt weiterhin getaktet und ist die einzige Stadtlinienverbindung, die sonntags verkehrt. Ihre Fahrzeiten werden zum Fahrplanwechsel in den Randzeiten stärker auf die ankommenden und abfahrenden ICE Züge am Bahnhof Limburg Süd abgestimmt. Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass das on demand Angebot LahnStar viele Sonntagsfahrten im Stadtgebiet abfängt, derzeit aber geprüft wird, ob vereinzelt zusätzliche Sonntagsfahrten durch Busse möglich sind.
Hintergrund der Änderungen und geplante Maßnahmen
Nach Angaben der Stadtverwaltung waren bei der Neustrukturierung zum 1. Juli nicht alle Haltestellen zu erhalten, weil parallel führende Verbindungen bestanden. Auf der Diezer Straße verkehren etwa Busse zwischen Diez und Limburg, die nach Einschätzung der Verwaltung auch für Fahrten in die Innenstadt genutzt werden könnten. In der Praxis erreichten die Mobi Zentrale und die Stadtlinie aber wiederholt Beschwerden von Fahrgästen, die berichteten, dass ihnen trotz gültiger RMV Zeitkarte die Mitnahme verweigert worden sei, obwohl die Fahrt ausschließlich durch das Tarifgebiet des RMV geführt hätte. Daraufhin wurden die betroffenen Haltestellen wieder in den Fahrplan aufgenommen.
Für das kommende Frühjahr ist zudem eine direkte Verbesserung der Anbindung des Wohngebiets Meilenstein geplant. Geplant ist die Einrichtung einer neuen Haltestelle in Höhe des Einkaufsmarktes. Hessen Mobil und die Straßenverkehrsbehörde des Kreises haben dem Vernehmen nach der Einrichtung zugestimmt. Nach dem Ausstieg müssen Fußgänger die Frankfurter Straße queren, eine wenige Meter entfernte Lichtsignalanlage ermöglicht dies.
Erste Bilanz: steigende Fahrgastzahlen
Die Stadtverwaltung zieht nach den ersten Monaten eine positive Zwischenbilanz. Die Rückmeldungen zur Ausweitung des Stadtlinienverkehrs auf alle Stadtteile und zur engeren Taktung in der Kernstadt seien überwiegend positiv, heißt es. Auch die Zahlen der im Bus gelösten Einzeltickets für das dritte Quartal zeigen deutliche Zuwächse. So wurden auf der Linie 1 im dritten Quartal 2 813 zahlende Fahrgäste registriert gegenüber 1 260 im gleichen Quartal des Vorjahres. Die Passagierzahlen auf den Linien 2 und 3 haben sich nach Angaben der Stadt verdoppelt, die Linie 25 weist im dritten Quartal 2 209 zahlende Fahrgäste auf.
Die genannten Werte beziehen sich ausschließlich auf im Bus gelöste Einzeltickets. Die reale Fahrgastzahl einschließlich Inhaber von Zeitkarten liege deutlich höher, so die Stadt. Betriebsleiter Michael Stanke betont, dass Beschwerden ernst genommen und sinnvolle Anregungen umgesetzt würden. Die anstehenden Anpassungen zum Fahrplanwechsel sollten dies zeigen.
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