Montag, 19.01.2026

Europas Wettbewerbsfähigkeit nach Draghis Empfehlungen: Zwischen Vision und Realität

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Der kürzlich veröffentlichte Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit wirft ein Licht auf die dringende Notwendigkeit von Maßnahmen, um Europa im globalen Wettbewerb zu stärken. Mario Draghi, ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank, betont die Bedeutung massiver Investitionen und struktureller Veränderungen, um die Position Europas gegenüber den führenden Wirtschaftsmächten, den USA und China, zu sichern.

Ein zentrales Thema des Berichts ist die Forderung nach jährlichen Investitionen in Höhe von 800 Milliarden Euro, um die Wirtschaft zu stärken und die Dekarbonisierung sowie Digitalisierung voranzutreiben. Draghi warnt eindringlich vor einem ‚langsamen Sterben‘ Europas, sollte nicht in zukunftsweisende Maßnahmen investiert werden.

Die mangelnde Koordination zwischen den EU-Mitgliedsstaaten wird als Hindernis für die Umsetzung effektiver Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit identifiziert. Der Bericht macht deutlich, dass eine engere Zusammenarbeit und Koordination innerhalb der EU dringend erforderlich sind.

Weitere wichtige Empfehlungen des Draghi-Berichts beinhalten die Schaffung europäischer Champions und die Etablierung einer Kapitalmarktunion. Diese Schritte sollen dazu beitragen, europäische Unternehmen international wettbewerbsfähiger zu machen.

Der Bericht kritisiert bisherige politische Maßnahmen und verdeutlicht die Notwendigkeit einer umfassenden Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Besonders die industriepolitischen Entscheidungen und die Schaffung einer Kapitalmarktunion stehen im Fokus der Diskussion um die bisherigen Enttäuschungen über die Umsetzung der Berichtsempfehlungen.

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